Kartoffeln, Zwiebeln, Kartoffelverarbeitung von Wild - Was bedeutet "Nach der Ernte behandelt"? Wieso und mit was werden die Kartoffeln behandelt?

Kartoffeln neigen dazu, bei der Lagerung auszukeimen. Um dies zu verhindern, hat man die Möglichkeit, verschiedene Keimhemmungsmittel einzusetzen.

Das traditionell angewandte und zugelassene Mittel zur Behandlung von Kartoffeln nach der Ernte ist das sogenannte Chlorpropham. Dabei handelt es sich um ein Herbizid, das in Deutschland im Rahmen der Rückstandshöchstmengenverordnung für die Behandlung von Kartoffeln zum Zwecke der Haltbarmachung nach der Ernte in einer Höhe von 10 mg/kg zu-gelassen ist.

In unserem Hause setzen wir zum einen Chlorpropham als Keimhemmungsmittel in einer sehr geringeren Menge ein, zum anderen haben wir seit Anfang 2011 die Möglichkeit, durch ein neuartiges Verfahren, die Kartoffeln mit Ethylen zu behandeln. Bei Ethylen handelt es sich um ein natürliches Pflanzenhormon, das von einigen Pflanzen und Früchten unter anderem zur Reifung gebildet wird. Dieses gasförmige Pflanzenhormon wird auf die Kartoffeloberfläche aufgebracht, verhindert das Keimwachstum und verflüchtigt sich danach von selbst.

Die Behandlung ist ausdrücklich zugelassen und ist in der Kartoffelbranche Gang und Gebe.

Der Gesetzgeber fordert lediglich die Kennzeichnung auf der Verpackung: „Nach der Ernte behandelt“.

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