Kartoffeln, Zwiebeln, Kartoffelverarbeitung von Wild - Landpost 16/2012

Kartoffelsalat - fast wie von Muttern.

Schön, gelbfleischig und schmackhaft - leckere Knollen sind das Markenzeichen der Firma Wild. Tradition und Qualität sind wichtige Gebote des Familienunternehmens

Außer ihrem "Blechle" ist den Schwaben vielleicht wenig wie ihr Kartoffelsalat. Selbst machen ist die Devise, wer fertigen Kartoffelsalat kauft, wird manchmal noch mitleidig belächelt. Häufig lassen sich die im Lebensmitteleinzelhandel erhältlichen, mayonnaiseschweren Salate aber tatsächlich kaum mit der typisch schwäbischen Rezeptur vergleichen.

Vermarktungskonzept Unsere Heimat

Dieses Manko hat die Familie Wild aus Eppingen erkannt. Die Wilds leiten einen Kartoffel- und Zwiebelgroßhandel und sind über 55 Jahren Experten rund um die leckere Knolle. Seit drei Jahren stellt das Unternehmen auch Kartoffelsalat her, ganz nach dem Motto "so nahe wie möglich hausgemacht". Bei drei bis fünf Tonnen Salat pro Tag können die Kartoffeln zwar nicht von Hand geschält werden, doch ansonsten läuft alles ganz ähnlich wie in Mutterns Küche: Die Kartoffeln werden gekocht, etwas abgekühlt, gehobelt und noch warm mit der Marinade übergossen, die so hervorragend einziehen kann. "Andere Hersteller kaufen in der Regel fertig gekochte Kartoffelscheiben und setzen dann nur noch die Salatsoße hinzu", erklärt Jürgen Wild. Sein schwäbischer Kartoffelsalat findet im Ländle sehr guten Anklang. Ein Teil der Produktion wird unter dem Label "Unsere Heimat" von Edeka Südwest vermarktet, denn nicht nur die Rezeptur, sondern auch die Kartoffeln stammen aus Baden-Württemberg. Auch Zwiebeln verarbeitet das Unternehmen. Großküchen, Metzgereien und Fleischwerke beziehen sie in jeglicher Form: in Würfeln, in Ringen oder einfach nur geschält. Auch Kartoffeln sind bei Wild in allen Variationen erhältlich: roh und geschält, gekocht oder ungekocht, in Scheiben, Würfeln oder eben als Salat.

Regionale Anbauflächen und Qualitätsmanagement

Die Knollen stammen von rund 1100 ha Anbaufläche in einem Radius von 50 km um Eppingen, der Anbauschwerpunkt liegt im Raum Heilbronn/Lauffen. Zwiebeln werden für Wild auf etwa 400 ha angebaut. Neben dem Vertragsanbau bewirtschaftet das Unternehmen auch gepachtete Flächen mit einem eigenen Agrarbetrieb. Drei eigene Kartoffelernter roden hier jeweils bis zu vier ha pro Tag. Seit 1996 hat Wild seinen Sitz am Ortsrand von Eppingen. In den mechanisch gekühlten Lagerhallen bleiben bis zu 11.500 t Kartoffeln sowie etwa 2.500 t Zwiebeln von September bis April frisch. Die Qualität sichert ein eigenes Qualitätsmanagement- und Betriebslabor, das Unternehmen ist nach dem IFS (International Food Standard) zertifiziert. Seit 1979 leiten Jürgen und Beate Wild den Familienbetrieb und beschäftigen inzwischen 120 Mitarbeiter. Auch die dritte Generation ist mit Stefan und Sabrina Wild schon mit an Bord.

Verpackung und Vielfalt nach Wunsch

Die Wilds beliefern den Lebensmitteleinzelhandel mit Kartoffeln und Zwiebeln in allen gängigen Verpackungsarten: von Netz und Raschelsack über Folienbeutel und Papiertüte bis hin zur Carry-Fresh-Verpackung. Zu den Kunden gehören fast alle namhaften Filialunternehmen und Lebensmittelketten. Sie alle werden täglich mit dem firmeneigenen Fuhrpark beliefert. Wer also seinen Kartoffelsalat immer noch am liebsten selbst macht, bekommt dort auch einfach nur die passende Salatkartoffel - frisch von Wild.

Landpost VdAW-Betriebsporträt Dr. Annette Skipiol

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