Kartoffeln, Zwiebeln, Kartoffelverarbeitung von Wild - Geschichte der Kartoffel

Sie ist ein bescheidenes Früchtchen, die Kartoffel. Ob warm oder kalt, trocken oder feucht – die Kartoffel wächst beinahe überall.

Doch gerade wegen dieser genügsamen Art wird sie weltweit angebaut und ist eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel, nach Mais, Weizen und Reis.

Eigentlich kommt die Kartoffel aus den Anden, einer Gebirgskette entlang Südamerikas. Die Geschichte der Kartoffel reicht mehr als 8.000 Jahre zurück. Es ist nicht bekannt, wie sie nach Europa kam – außer, dass ein Seefahrer sie mitgebracht haben muss. Aber welcher? Ein Engländer oder aber ein Spanier? Niemand weiß es, eines Tages war die Kartoffel einfach da.

Nach Europa wurde die Kartoffel vielfach als reine Zierpflanze importiert. Die Kartoffel wollte den Menschen anfangs gar nicht so recht schmecken – im Gegenteil: Sie aßen die Kartoffelbeeren und fühlten sich danach äußerst elend, denn die unreifen Beeren enthalten giftige Stoffe, nur die reife Kartoffelknolle ist essbar.

Während in Irland Kartoffeln bereits Ende des 17. Jahrhunderts Grundnahrungsmittel waren, setzte sich ihr Anbau in Preußen erst durch, nachdem Friedrich der Große ihn 1756 angeordnet hatte.

Seine Untertanen sollten Kartoffeln anbauen, wo immer ein freies Plätzchen zur Verfügung stand. Aber erst als er Kartoffelfelder von Soldaten bewachen ließ, bissen seine Landsleute an: Wenn sogar Soldaten des Königs diese braune Knolle bewachen – dann muss sie ja wertvoll sein!

Heute gibt es weltweit rund 5.000 Kartoffelsorten. In Baden-Württemberg werden derzeit rund 100 verschiedene Sorten Kartoffeln angebaut.

Lesezeichen

Facebook

Google